Alarm auf der Lea!

Ich weiß nicht, ob man lebensmüde oder naiv ist, wenn man sich dafür entscheidet mit zwei Leichtmatrosen, ohne jegliche Seeerfahrung in See zu stechen? Aber Angst hatte ich nie, denn die Zeit darüber nach zu denken hatte ich auch nicht.
Mehr war ich damit beschäftigt, die mir noch unbekannten Anweisungen des Kapitäns erstmal zu verstehen, um sie dann befolgen zu können. "In den Wind drehen!" Was ? Und vor allem, wie geht das? Ja, manchmal wurd`s auch etwas ruppig aber was der Käptn sagt ist Gesetzt und ein langes Gesicht hilft da auch nicht weiter.
Die Belohnung war dann der Anblick des schimmernden Wassers, hervorgerufen durch die gebrochenen Sonnenstrahlen und die einzigartige Geräuschkulisse.
Wir bekamen alle ein ein beselten Blick und eine innere Ruhe und Zufriedenheit stellte sich ein. Man könnte meinen, es hätte allen die Sprache verschlagen, denn gesprochen wurde dann über Stunden nicht.
Ich wäre wahrscheinlich noch entspannter gewesen, wäre da nicht das kleine Toilettenproblem. Nicht, daß es unsauber oder ungewohnt war, nein. Es funktionierte gar nicht ! Also, ab in die Fluten oder...kein oder! Im Juni ist das ja auch noch kein Problem. Es war auch keins, es war eine Herausforderung und hartes Blasentraining. Ich will ja auch kein Mädchen sein.
Nach all dem Input vom Tag. fällt man dann gegen Abend mit roten Bäckchen im Gesicht ins Bettgemach und lässt sich in den Schlaf schauckeln, nachdem der Käptn die Crew mit Köstlichkeiten, die das Meer so bietet versorgte,( apropos, wann fangen wir endlich mal ´n Fisch? ) und Petja für die musikalische Untermalung sorgte.
An dieser Stelle möchte ich sagen , daß es nicht ganz stimmt, daß niemand ein zweites mal mit fahren möchte, ich würde es immer wieder mit euch tun.

Die Steuerfrau

 

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